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Jobcoaching am Arbeitsplatz

30. 09. 2026
Verfasst von: Beate Muschalla, Carlotta Wilke, Ulrike Marotzki

Jobcoaching am Arbeitsplatz

Acht Frauen, teils mit Blumensträußen in der Hand, blicken lächelnd in die Kamera. © HAWK
Gemeinsam zum Ziel: Forscherinnen von der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen und der TU Braunschweig unterstützen mit Finanzierung durch das Integrationsamt Menschen mit Beeinträchtigungen im Berufsalltag. Das Foto entstand auf der Abschlusstagung des Projektes.

Menschen mit Beeinträchtigungen haben es in Deutschland auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht leicht. Eine besondere Herausforderung ist es für sie, einen gefundenen Arbeitsplatz zu sichern und zu behalten. Dieses Ziel verfolgt die Maßnahme JobcoachingAP: Qualifizierte Personen begleiten die Betroffenen als Jobcoach zeitlich befristet in ihrem betrieblichen Umfeld unmittelbar am Arbeitsplatz. Die „Kolleginnen und Kollegen auf Zeit“ befähigen die beeinträchtigten Personen und ihre Führungskräfte, selbstständig tragfähige Lösungen zu erarbeiten, Lernprozesse anzustoßen und nachhaltig umzusetzen.

Maßgeschneiderte Leistung zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen

Die Maßnahme wird von den Integrationsämtern der Länder als arbeitsplatzsicherndes Instrument für Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung oder Gleichstellung eingesetzt und aus der Ausgleichsabgabe finanziert. JobcoachingAP wurde in drei Projekten wissenschaftlich untersucht und stetig weiterentwickelt. Daran beteiligt waren die HAWK in Hildesheim mit Prof. Dr. Ulrike Marotzki, Esther Scholz-Minkwitz, Monika Kitzmann und Ina Schröter sowie die Technische Universität Braunschweig mit Prof. Dr. Beate Muschalla und Carlotta Wilke. Die Forschungsteams führten Interviews, Fokusgruppen und World Cafés durch und werteten sie qualitativ und quantitativ aus.

Das Projektlogo zeigt verschieden große, stilisierte Zahnräder. Die Schriften verweisen unter anderem auf die HAWK, auf das Projekt im Auftrag des Integrationsamtes Niedersachsen sowie auf Ergebnis und Nachhaltigkeit. © HAWK
Die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen und die TU Braunschweig führten gemeinsam das Projekt JobcoachingAP für Niedersachsen (kurz JoNi) durch.

Erfolge des Jobcoachings in Niedersachsen

„Die wissenschaftliche Evaluation belegt die breite Einsetzbarkeit und Vielseitigkeit von JobcoachingAP“, resümiert Prof. Dr. Beate Muschalla und hebt die positiven Ergebnisse hervor: Zwischen Oktober 2022 und September 2025 wurden in Niedersachsen 72 Jobcoachings abgeschlossen, 81 laufen derzeit. Nach Abschluss setzten 59 Personen ihr Arbeitsverhältnis fort. Im Jobcoaching werden für jedes betriebliche Team persönliche Ziele festgelegt. In rund zwei Dritteln der Fälle (66,2 %) wurden diese Ziele ganz oder teilweise erreicht. Insgesamt wurde die Maßnahme von allen Beteiligten überwiegend positiv bewertet. 

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Zitation: Muschalla, B., Wilke, C., & Marotzki, U. (2026). Jobcoaching am Arbeitsplatz. TI-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 1+2/2026: Die Medizin der Zukunft. https://doi.org/10.60479/X9G1-RS82
Prof. Dr. Beate Muschalla
Adresse
Technische Universität Braunschweig
Institut für Psychologie
Prof. Dr. Beate Muschalla
Adresse
Technische Universität Braunschweig
Institut für Psychologie
Prof. Dr. Ulrike Marotzki
Adresse
HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Ulrike Marotzki
Adresse
HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Technische Universität Braunschweig, Transferservice
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