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Robotik in der Pflege – Aktionen planen und absichern

03. 11. 2026
Verfasst von: Dominique Briechle, Tobias Geger, Andreas Rausch

Robotik in der Pflege – Aktionen planen und absichern

Das KI-Bild zeigt einen Roboterarm über einer Vielzahl von Tablettendosen. Im Greifer hält er eine Tablette. Daneben sitzt eine Frau in medizinischem Kittel mit erhobenem Zeigefinger. Sie beobachtet die Aktion aufmerksam. © Tobias Geger, TUC, mit Chat.AI
Wie können Robotersysteme das Pflegepersonal unterstützen? Beim Sortieren von Medikamenten kommt es zum Beispiel darauf an, dass sie fehlerfrei funktionieren und ihr Verhalten an die Umgebung adaptiv anpassen. (Bild KI-generiert)

Wie können Mensch, Roboter und KI zusammenarbeiten, um den Pflegebetrieb zu unterstützen? Der Einsatz von automatisierten Geräten und Robotern wird auch im medizinischen Sektor zunehmend wichtiger. Allerdings stellt die Übernahme von komplexen Aufgaben die Robotik vor große technische und ethische Herausforderungen. Eine Forschungsgruppe der Technischen Universität Clausthal untersucht, wie sich komplizierte Sortierprozesse, zum Beispiel von Medikamenten, von Robotern durchführen und absichern lassen.

Verhalten adaptiv an Umgebung anpassen

Mangels qualifizierten Fachpersonals spitzt sich die Versorgungssicherheit in der Pflege zu. Das Team von Prof. Dr. Andreas Rausch am Institute for Software and Systems Engineering der TU Clausthal erforscht, inwiefern Robotersysteme und künstliche Intelligenz (KI) dem Personal sinnvoll assistieren können. „Beispielsweise soll ein Roboter lebenswichtige Medikamente von verschiedenen Patienten sortieren und verteilen“, beschreibt Mitarbeiter Dominique Briechle eine mögliche Aufgabe. Hierzu müssen automatisierte Systeme vollkommen fehlerfrei auf sich wandelnde Szenarien reagieren und ihr Verhalten adaptiv anpassen. „Dementsprechend muss der Roboter verschiedene Behältnisse erkennen, befüllen und die Arzneien den Pflegebedürftigen in einer sich verändernden Umgebung anreichen“, führt Kollege Tobias Geger weiter aus.

KI passt Aktionen situativ an

Dieses Ziel stellt verschiedene Anforderungen an die zugrundeliegende Softwarearchitektur der Robotersysteme sowie an die adaptive Reaktionsfähigkeit. Das Forschungsteam arbeitet daran, die automatisierten Systeme mit folgenden Schwerpunktkompetenzen auszustatten:

  • Echtzeitfähige Softwarearchitekturen der cyberphysischen Systeme
  • Datenfusion, um die Wissensbasis zu generieren
  • Künstliche Intelligenz, die Aktionen ableitet und durchführt
  • Anomalien in den aufgenommenen Daten erkennen

Die Station besteht aus vier Rollcontainern mit technischem Equipment, zwei Roboterarmen und einem Transportband. © Dominique Briechle, TUC
Mit dieser Roboterstation erforscht das Projektteam technische Fragestellungen zu automatisierbaren Sortierprozessen und zum KI-Einsatz.

Medikamente oder Nahrungsmittel verteilen

Die Forschenden erproben und evaluieren daher verschiedene Szenarien, in denen Roboter das Pflegepersonal unterstützen könnten. Hierzu zählen automatisierbare Aufgabenstellungen wie etwa Medikamente zu verteilen oder Nahrungsmittel auszugeben und Patienten mit eingeschränkter Motorik zu verabreichen. Der Fokus liegt darauf, die Aktionen zwischen Roboter und menschlichen Akteuren abzustimmen und die Kollaboration sicherzustellen. „Dazu muss der Roboter die Umgebung exakt erfassen und seine Aktionen situationsgerecht auswählen“, erklärt Dominique Briechle. „Hierzu setzen wir verschiedene KI-Verfahren ein.“ Im Wissenschaftsraum „NaMeKI – Nachhaltige Mensch-KI-Zusammenarbeit“ beteiligen sich neben der TU Clausthal die HAWK in Hildesheim, die Georg-August-Universität und Universitätsmedizin in Göttingen. Er wird vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung im Programm „zukunft.niedersachsen“ gefördert.

Logo zukunft.niedersachsen
Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz
Zitation: Briechle, D., Geger, T., & Rausch, A. (2026). Robotik in der Pflege – Aktionen planen und absichern. TI-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 1+2/2026: Die Medizin der Zukunft. https://doi.org/10.60479/29BH-F422
M. Sc. Dominique Briechle
Adresse
Technische Universität Clausthal
Institute for Software and Systems Engineering (ISSE)
M. Sc. Dominique Briechle
Adresse
Technische Universität Clausthal
Institute for Software and Systems Engineering (ISSE)
Technische Universität Clausthal, Servicezentrum für Forschung und Transfer
Adresse
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Technische Universität Clausthal, Servicezentrum für Forschung und Transfer
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