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Reibung reduzieren – PFAS vermeiden

08. 04. 2026
Verfasst von: Matthias Graf

Reibung reduzieren – PFAS vermeiden

Die Grafik zeigt den Weg vom Granulat zum Bauteil und zu möglichen Auswirkungen. Ein roter Pfeil zeigt auf Umweltschäden. Ein grüner Pfeil weist aufs Recycling. Ein grauer Pfeil zeigt auf die Entsorgung. © Hochschule Emden/Leer
Vom Granulat zum Bauteil: Nachhaltige Materialkreisläufe zwischen Umwelt, Recycling und Entsorgung erforscht die Hochschule Emden/Leer.

Die Spritzgussfertigung verwendet massenhaft Thermoplaste. Um bei bewegten Bauteilen die Reibung zu vermindern, werden häufig Zusätze wie Polytetrafluorethylen (PTFE) verwendet, die jedoch als umweltkritisch gelten. Sie enthalten Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) und zählen somit zu den sogenannte Ewigkeitschemikalien. Im Projekt PANTHER untersucht die Hochschule Emden/Leer marktfähige Alternativen und stellt sie auf der Hannover Messe 2026 vor.

Alternative Zusätze für neue Thermoplasten

PFAS-haltige Additive wie PTFE werden in industriellen Thermoplasten massiv zur Reibungsreduktion eingesetzt. Beispiele sind Maschinenelemente wie Gleitlager oder Zahnräder. Doch PTFE, das auch für Antihaftbeschichtungen im Haushaltsbereich oder in Kleidung eingesetzt wird, wird in der Umwelt praktisch nicht abgebaut und reichert sich wie Mikroplastik im Nahrungskreislauf an. Unternehmen benötigen daher dringend alternative Werkstoffe.

Im Projekt PANTHER erforscht die Hochschule Emden/Leer alternative, marktfähige Compounds auf PA66-Basis (Nylon 66), ein Polymer aus der Gruppe der Polyamide. Durch tribologische Prüfungen identifiziert das Forschungsteam nachhaltige Lösungen für bewegte Bauteile. Die sollen Unternehmen dabei unterstützen, Reibung zu minimieren und kostenintensive Materialversuche zu vermeiden. 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Hochschule Emden/Leer, Wissenstransfer
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