28. 04. 2026
Verfasst von: Björn Schriewer
Kipti – Wissensmanagement für Schulteams mit KI
Der Schulalltag ist komplexer geworden. Lehrkräfte arbeiten in multiprofessionellen Teams mit Beschäftigten der Schulsozialarbeit und des Ganztag-Angebots zusammen. Es sind neue Vorgaben zu Datenschutz und KI-Anwendungen zu berücksichtigen. Ein Start-up an der Hochschule Emden/Leer will hier Abhilfe schaffen: Kipti entwickelt eine datenschutzkonforme Plattform, die Dokumentation und Kommunikation im Kollegium vereinfacht – unterstützt durch KI und in enger Zusammenarbeit mit Schulen.
Informationen effizient erfassen, teilen und nutzen
Verschiedene Berufsgruppen arbeiten an einer Schule zusammen: Lehrkräfte, Sozialarbeiter, Sonderpädagoginnen, Ganztags- und Verwaltungsbeschäftigte. Ihr Schulalltag ist geprägt von fragmentierten Informationen, unübersichtlicher Kommunikation und hohem Dokumentationsaufwand. Die Plattform Kipti bietet ein intelligentes Wissensmanagement für die diversen Schulteams, um die Informationsverluste zu reduzieren und pädagogische Entscheidungen zu unterstützen. Kipti wird derzeit mit 23 niedersächsischen Schulen gemeinsam erprobt und weiterentwickelt. „Die enge Zusammenarbeit ist wichtig, um konkreten Nutzen im Schulalltag zu schaffen und eine hohe Nutzerfreundlichkeit sicherzustellen“, sagt Gründerin Sina Schriewer.
Struktur schaffen, Teamarbeit erleichtern
Die Testpersonen „schätzen besonders die Möglichkeit, Informationen sicher zu dokumentieren und teamübergreifend verfügbar zu machen“, ergänzt ihr Gründungspartner und Ehemann Björn Schriewer. Die intuitive Oberfläche und die KI erleichtern die Nutzung. Hier sind einige Funktionen und Anwendungsbeispiele:
- Wichtige Informationen zu Schülerinnen und Schülern lassen sich strukturiert und effizient erfassen, teilen und nutzen.
- Personenbezogene Daten bleiben geschützt.
- Der KI-Chat erstellt Zusammenfassungen von Notizen.
- Kipti unterstützt die Vorbereitung auf Elterngespräche und Konferenzen, das Erstellen von Lernentwicklungsberichten, Förderplänen oder Nachteilsausgleichen – das spart Zeit, reduziert den Abstimmungsaufwand und entlastet die Teams.
- Kipti soll sich problemlos mit bestehenden Systemen und vorhandener Software verknüpfen lassen.
Reger Austausch zwischen Hochschule und Start-up
Zwar ist die Anwendung noch in der Entwicklung (Alpha-Phase), bietet aber bereits einen klaren Ausblick auf vielfältige Funktionen und deren praktischen Mehrwert. Als nächstes fokussieren sich Sina und Björn Schriewer auf den Datenschutz, die technische Skalierbarkeit und pädagogische Anschlussfähigkeit. Die Meercommunity, das Start-up Center der Hochschule Emden/Leer, begleitet das mit einem EXIST-Gründungsstipendium geförderte Vorhaben. Es gibt einen regen Austausch mit Lehrenden und Studierenden, die Kipti über praxisnahe Abschlussarbeiten unterstützen können. So entsteht in der Zusammenarbeit von Hochschule und Start-up eine praxisnahe Innovation, die konkrete gesellschaftliche Herausforderungen adressiert.
Start-up Kipti
26723 Emden
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