09. 07. 2026
Verfasst von: Laura Hinsche, Martina Hasseler
Digitale Kompetenzen in der Pflegebildung
Zunehmend erfordert der Pflegealltag digitale Kompetenzen von den Fachkräften. Sie haben großen Bedarf an Fort- und Weiterbildung zu ethischen und technologischen Aspekten. Doch wie lassen sich digitale Inhalte am besten in die Pflegeausbildung integrieren? Das untersuchte ein Forschungsteam der Ostfalia Hochschule zusammen mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau, gefördert vom Bundesinstitut für Berufsbildung, im Projekt „DigiK-Part“. Das Team entwickelte spezifische Lehr- und Lernmodule, um die Studierenden auf die technologischen Anforderungen in der beruflichen Pflegepraxis vorzubereiten.
Lehr- und Lernmodule zu Datenschutz, VR und KI
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Pflegepraxis, Schulleitung, Lehre, E-Learning und Informationstechnologie ermittelten die Forschenden die Bedarfe und Herausforderungen in der digitalen Pflegeausbildung. Analyse: Als zentrale Inhalte identifizierten sie die Themen Datenschutz, Einsatz von Virtual-Reality-Technologien sowie die reflektierte Anwendung von (generativer) KI in der Pflege. Die Lernmodule müssen zudem einen praxisnahen und simulationsbasierten Ansatz aufweisen. Ergebnis: Die drei entwickelten, aufeinander aufbauenden Module bieten eine strukturierte Lernumgebung zur Anwendung digitaler Werkzeuge und stärken die Fähigkeit der Lehrenden und Lernenden, mit neuen Technologien umzugehen.
Lebenslanges Lernen in digitaler Pflegewelt
Fazit: Die auf dem Referenzrahmen für digitale Kompetenzen DigComp 2.2 basierende Modulentwicklung offeriert Pflegefachberufen eine praxisorientierte Weiterbildung und etabliert eine Grundlage für lebenslanges Lernen in der digitalen Pflegewelt. Durch eine zielgerichtete Implementierung dieser Module besteht für Pflegebildungseinrichtungen die Möglichkeit, auf die Anforderungen der digitalen Transformation individuell zu reagieren und die professionelle Handlungskompetenz von Lehrenden und Lernenden nachhaltig zu stärken.
Im Ostfalia-Team wirkten Laura Hinsche, Prof. Dr. Maria Marchwacka und Prof. Dr. Martina Hasseler mit, im Zwickau-Team Tim Tischendorf und Prof. Dr. Tom Schaal.
Hier finden Sie weitere Informationen:
- DigiK-Part – Digitalisierung: Fortbildungsinhalte und partizipative Organisationsentwicklung für schulisches und betriebliches Bildungspersonal in der Pflege, BIBB
- Modulhandbuch Digitalisierung in der Pflegebildung, BIBB
- Modulentwicklung Pflegebildung im digitalen Wandel, BIBB
Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 4.0 DE-Lizenz, das Bild ist davon ausgenommen.
Fakultät Gesundheitswesen
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38302 Wolfenbüttel
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