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Digitale Bildung an Schulen gemeinsam gestalten

12. 02. 2026
Verfasst von: Björn Hermstein, Lena Wandner

Digitale Bildung an Schulen gemeinsam gestalten

Eine große Personengruppe sitzt auf einer Treppe in einem Gebäude. © Marie Ruhm, Ostfalia
Erstes TOBIS-Netzwerktreffen für Schulträger, Verwaltung, pädagogische Praxis und Wissenschaft: Die Teilnehmenden diskutierten im September 2025 am Ostfalia-Campus Wolfsburg über Strategien für eine zukunftsfähige digitale Bildung.

Wie gelingt die Digitalisierung der Schulen? Schulträger stehen an der Schnittstelle zwischen Pädagogik, Bildungs- und IT-Verwaltung. Das Verbundprojekt TOBIS begleitet rund 30 Schulträger bei der digitalen Transformation des Bildungswesens. Kooperationen, Workshops, Beratungen und Lernmaterialien helfen dabei, nachhaltige Strukturen aufzubauen und Maßnahmen schneller umzusetzen. So lässt sich der Transfer von der Forschung in die Praxis verbessern und die Digitalisierung vor Ort passgenau gestalten.

Impulse für die transprofessionelle Schulentwicklung

Schulträger sind für Gebäude, Ausstattung und Angebote wie Ganztagsbildung verantwortlich und damit Schlüsselakteure des digitalen Wandels. Der Digitalpakt Schule des Bundes und die Pandemie haben gezeigt, wie dringend der technische Ausbau, sichere und stabile Systeme sowie die enge Zusammenarbeit von Schulträgern, Schulen und externen Dienstleistern sind. Hier setzt das interdisziplinäre Verbundprojekt TOBIS an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Transprofessionalität: Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise aus Verwaltung, Pädagogik, IT und Wissenschaft, arbeiten über Zuständigkeits- und Wissensgrenzen hinweg zusammen. Ziel ist es, die komplexen Herausforderungen der digitalen Schulentwicklung gemeinsam und praxisnah zu bewältigen und die Schulträger in ihrer Schnittstellenfunktion zu stärken.

Das Pfeildiagramm geht von der Akquise von 30 Schulträgern über Fragebogen und Interviews zu Research Practice Partnerships. © Ostfalia Hochschule
Zentrale Projektschritte im Projekt TOBIS sind Bedarfsanalysen, Workshops und Beratungen.

Werkzeuge für gemeinsames Arbeiten

Hierzu arbeitet die Ostfalia Hochschule mit der Universität Vechta, der Hochschule für soziale Arbeit und Pädagogik Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammen. Das Projekt begleitet deutschlandweit rund 30 Schulträger unterschiedlicher Größe und Trägerschaft. Aus Niedersachsen nehmen sieben Landkreise und vier kreisfreie Städte teil. Gefördert wird das Projekt vom Bundesforschungsministerium. Die Projektpartner ermitteln Bedarfe, reflektieren wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verwaltungs-Forschung, Organisationsentwicklung, Netzwerkanalyse und Medienpädagogik und setzen sie praktisch um. Offene Lernmaterialien und Arbeitsweisen (Open Educational Resources, OER, Open Educational Practices, OEP) dienen dabei als Werkzeuge für gemeinsames, nachhaltiges Arbeiten.

Die Tabelle führt offene Lernmaterialien, Transprofessionalität als Kompetenz sowie für die Organisationsentwicklung auf. © Ostfalia Hochschule
Die Grafik zeigt Felder der transprofessionellen Organisationsentwicklung im Projekt TOBIS.

Eigene Teams für Koordination und Umsetzung

Das Projektteam der Ostfalia unterstützt die Schulträger dabei, das Zusammenwirken mit Partnern zu optimieren, klare Regeln und Zuständigkeiten zu schaffen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. Bewährt haben sich eigene Teams, die die Schul-Digitalstrategien für die IT, Verwaltung und Schulleitung verlässlich koordinieren und Dienstleister wie etwa Medienzentren einbinden. Interdisziplinäre Steuerungsrunden könnten zum Beispiel gemeinsam über Ausstattung und Lernsoftware entscheiden. Der Entwicklungsstand variiert stark – je nach Budget, Fachwissen und bereits umgesetzten Veränderungen in den Verwaltungen. Hier setzt TOBIS Impulse für tragfähige Strukturen der digitalen Transformation im Bildungsbereich.

 

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz
Zitation: Hermstein, B., & Wandner, L. (2026). Digitale Bildung an Schulen gemeinsam gestalten. TI-Magazin (Technologie-Informationen), „ti“ 3/2025: Transfer in die Praxis. https://doi.org/10.60479/8BY2-Y110
Prof. Dr. Björn Hermstein
Adresse
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
Prof. Dr. Björn Hermstein
Adresse
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
Ostfalia Hochschule, Wissens- & Technologietransfer
Adresse
Salzdahlumer Str. 46/48
38302 Wolfenbüttel
Ostfalia Hochschule, Wissens- & Technologietransfer
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