12. 02. 2026
Verfasst von: Björn Hermstein, Lena Wandner
Digitale Bildung an Schulen gemeinsam gestalten
Wie gelingt die Digitalisierung der Schulen? Schulträger stehen an der Schnittstelle zwischen Pädagogik, Bildungs- und IT-Verwaltung. Das Verbundprojekt TOBIS begleitet rund 30 Schulträger bei der digitalen Transformation des Bildungswesens. Kooperationen, Workshops, Beratungen und Lernmaterialien helfen dabei, nachhaltige Strukturen aufzubauen und Maßnahmen schneller umzusetzen. So lässt sich der Transfer von der Forschung in die Praxis verbessern und die Digitalisierung vor Ort passgenau gestalten.
Impulse für die transprofessionelle Schulentwicklung
Schulträger sind für Gebäude, Ausstattung und Angebote wie Ganztagsbildung verantwortlich und damit Schlüsselakteure des digitalen Wandels. Der Digitalpakt Schule des Bundes und die Pandemie haben gezeigt, wie dringend der technische Ausbau, sichere und stabile Systeme sowie die enge Zusammenarbeit von Schulträgern, Schulen und externen Dienstleistern sind. Hier setzt das interdisziplinäre Verbundprojekt TOBIS an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Transprofessionalität: Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, beispielsweise aus Verwaltung, Pädagogik, IT und Wissenschaft, arbeiten über Zuständigkeits- und Wissensgrenzen hinweg zusammen. Ziel ist es, die komplexen Herausforderungen der digitalen Schulentwicklung gemeinsam und praxisnah zu bewältigen und die Schulträger in ihrer Schnittstellenfunktion zu stärken.
Werkzeuge für gemeinsames Arbeiten
Hierzu arbeitet die Ostfalia Hochschule mit der Universität Vechta, der Hochschule für soziale Arbeit und Pädagogik Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammen. Das Projekt begleitet deutschlandweit rund 30 Schulträger unterschiedlicher Größe und Trägerschaft. Aus Niedersachsen nehmen sieben Landkreise und vier kreisfreie Städte teil. Gefördert wird das Projekt vom Bundesforschungsministerium. Die Projektpartner ermitteln Bedarfe, reflektieren wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verwaltungs-Forschung, Organisationsentwicklung, Netzwerkanalyse und Medienpädagogik und setzen sie praktisch um. Offene Lernmaterialien und Arbeitsweisen (Open Educational Resources, OER, Open Educational Practices, OEP) dienen dabei als Werkzeuge für gemeinsames, nachhaltiges Arbeiten.
Eigene Teams für Koordination und Umsetzung
Das Projektteam der Ostfalia unterstützt die Schulträger dabei, das Zusammenwirken mit Partnern zu optimieren, klare Regeln und Zuständigkeiten zu schaffen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. Bewährt haben sich eigene Teams, die die Schul-Digitalstrategien für die IT, Verwaltung und Schulleitung verlässlich koordinieren und Dienstleister wie etwa Medienzentren einbinden. Interdisziplinäre Steuerungsrunden könnten zum Beispiel gemeinsam über Ausstattung und Lernsoftware entscheiden. Der Entwicklungsstand variiert stark – je nach Budget, Fachwissen und bereits umgesetzten Veränderungen in den Verwaltungen. Hier setzt TOBIS Impulse für tragfähige Strukturen der digitalen Transformation im Bildungsbereich.
Hier finden Sie weitere Informationen:
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
38302 Wolfenbüttel
38302 Wolfenbüttel