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21. 10. 2022
Verfasst von: Dominique Briechle, Marit Mathiszig

Vom Reallabor zur Kreislaufwirtschaft

Verschiedene aussortierte Handymodelle mit Gebrauchsspuren und beschädigtem Display. © Andreahuyoff, Pixabay
Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft benötigt reparierbare und recyclingfähige Produkte. Ein Ziel dabei ist, die Produktlebensdauer zu maximieren und den finalen Schritt des Recyclings hinauszuzögern.

Ein Werkzeugverleih an der Hochschule oder ein kostenfreier Abholservice von Elektro-Altgeräten – mit innovativen Konzepten und Services will das DIGIT Forschungszentrum der Technischen Universität Clausthal in Kooperation mit der Ostfalia Hochschule Verbraucherinnen und Verbraucher in die Kreislaufwirtschaft aktiver einbeziehen. Denn eine nachhaltige Circular Economy benötigt nicht nur reparierbare und recyclingfähige Produkte. Vielmehr müssen die Prozesse bei der Produktion, Nutzung und Verwertung besser aufeinander abgestimmt werden.

Ausleihservice und Recyclingaktionen im Test

Ressourcen und Produkte im Sinne einer Kreislaufwirtschaft nachhaltig nutzen – das ist das erklärte Ziel der Forschungsgruppe Digitized Circular Economy. Sie erforscht im Reallabor des Center for Digital Technologies (DIGIT) der Technischen Universität Clausthal und der Ostfalia Hochschule nachhaltige Technologien und entwickelt zukunftsweisende Services. Dabei ist das übergeordnete Ziel, die Produktlebensdauer zu maximieren und den finalen Schritt des Recyclings so lange wie möglich hinauszuzögern. Unter Einbeziehung verschiedener Wirtschaftsakteure der Region richten sich die Entwicklungsprojekte an den verschiedenen Themenbereichen der Circular Economy aus:

  • Wiederverwerten & Recyceln – Recyclingprozesse mittels digitaler Technologien und innovativer Sammelaktionen verbessern und effizient gestalten
  • Neugestalten & Produzieren – nachhaltiges Produktdesign mit Hilfe digitaler Technologien fördern
  • Aufarbeiten & Wiederherstellen – durch smarte und ressourcenschonende Aufbereitung von Produkten den Primärlebenszyklus verlängern
  • Teilen & Wiederverwenden & Reparieren –neue Produktnutzungskonzepte und zukunftsweisende Services entwickeln
  • Umdenken – mit innovativen Geschäftsmodellen wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse nachhaltig gestalten

An einem Schrank mit Schriftzug Tool Sharing hängt ein elektronisches Vorhängeschloss. © DIGIT Forschungszentrum
Nachhaltige und kundennahe Services schonen Ressourcen und unterstützen die Kreislaufwirtschaft. Das steuerbare elektronische Schlosssystem ermöglicht den Werkzeugverleih an Studierende.

Services für Sharing Economy und Recycling

Die Forscherinnen und Forscher untersuchen derzeit die Attraktivität und Nutzung eines neuen Sharing-Services an der Ostfalia Hochschule. Studierende können dort Werkzeuge ausleihen und teilen, welche oftmals individuell beschafft, aber nur selten benutzt werden. In zwei Gemeinden der Stadt Bad Harzburg vereinfacht darüber hinaus ein Pilotprojekt die Abgabe von Elektrogeräten und erhöht somit die Recyclingquote. Per App können Verbraucher die individuelle und kostenfreie Abholung ihrer Altgeräte in einer Sammelbox vereinbaren. Unter dem Aspekt des Umdenkens werden außerdem bestehende Konzepte weiterentwickelt und neue Optionen aufgezeigt. So erforscht das Team die Vereinbarkeit von Waren- mit Personenlogistik, um zukünftige Einsparungspotenziale aufzuzeigen. Ein softwaregestütztes System soll den gemeinsamen Waren- und Personentransport erleichtern.

Grafik der Circular Economy © DIGIT Forschungszentrum
Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft müssen alle thematischen Bereiche ineinandergreifen.
Dominique Briechle, M. Sc.
Adresse
DIGIT – Center for Digital Technologies
Forschungszentrum der Technischen Universität Clausthal und der Ostfalia Hochschule
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Marit Mathiszig, M. Sc.
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DIGIT – Center for Digital Technologies
Forschungszentrum der Technischen Universität Clausthal und der Ostfalia Hochschule
Technische Universität Clausthal, Servicezentrum für Forschung und Transfer
Adresse
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
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