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Produktionssimulation für den Mittelstand

17. 05. 2022
Verfasst von: Agnes Pechmann, Stefan Kassen, Holger Tammen

Produktionssimulation für den Mittelstand

Darstellung einer Modell-Lernfabrik in der Simulation © Hochschule Emden/Leer
Die Optimierung der Produktion kann durch eine generische Simulation unterstützt werden. Das Layout lässt sich in die Simulation integrieren, wie zum Beispiel hier die Fischertechnik-Lernfabrik.

Individuelle Produktionssimulationen sind aufwendig und damit in der Regel nicht rentabel für kleine und mittlere Unternehmen. Hier bietet eine generische Simulation Vorteile, die das PPS-Labor der Hochschule Emden/Leer entwickelt hat. Auf Basis von Eingangsdaten wird automatisch ein Simulationsmodell erstellt, welches bereits etliche Fragestellungen zum Materialfluss, zu Engpässen oder auch zu Veränderungen der Produktion beantworten kann.

Optimierungspotenziale schnell und einfach ermitteln

Bestehende Produktionssysteme zu optimieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe für Unternehmen. Rentiert sich eine Produktionsanpassung überhaupt? Mithilfe der generischen Simulation können Planerinnen und Planer darauf eine Antwort finden, bevor hohe Investitionen getätigt werden. Ein anwendungsnahes Simulationsmodell hat das Labor für Produktionsplanung der Hochschule Emden/Leer in verschiedenen Projekten entwickelt. Es ist innerhalb einer Masterarbeit mit drei Unternehmen für die Werkstattfertigung und die Linienfertigung erfolgreich getestet worden.

Anwendung in der Praxis

Die generische Simulation benötigt als Eingangsdaten die Produktionsdaten des Unternehmens für den zu simulierenden Bereich, aus denen sich automatisch ein Simulationsmodell erstellen lässt. Dieses kann in einem individuellen Zeitraum beliebig häufig simuliert und über Eingangsparameter angepasst werden. Die Simulation integriert Produktionslayouts und bildet Zukunft-Szenarien ab, beispielsweise die Planung von Wartungsstillständen: Wann lassen sich diese durchführen mit einer möglichst geringen Auswirkung auf die Produktion? Die generische Simulation stellt den bestmöglichen Zeitpunkt fest und zeigt die Auswirkungen auf die Produktion auf.

Säulendiagramm © Hochschule Emden/Leer
Die Simulation zeigt an, wie sich die produzierte Stückzahl verringert, wenn verschiedene Maschinen ausfallen.

Mehrwert für Unternehmen

Für Unternehmen, die die generische Simulation nutzen möchten, ist der Aufwand relativ gering. Sie müssen (fast) nur die Daten bereitstellen, die Fragestellung formulieren und gegebenenfalls erläutern. Dem gegenüber steht der Nutzen: Die Unternehmen ermitteln die Optimierungspotenziale ihrer Produktion schnell und einfach und vermeiden Fehlinvestitionen.

Zitation: Pechmann, A., Kassen, S., & Tammen, H. (2022). Produktionssimulation für den Mittelstand. Wissen Hoch N. https://doi.org/10.60479/VV3K-XB55
Prof. Dr.-Ing. Agnes Pechmann
Adresse
Fachbereich Technik, Abteilung Maschinenbau
Hochschule Emden/Leer
Prof. Dr.-Ing. Agnes Pechmann
Adresse
Fachbereich Technik, Abteilung Maschinenbau
Hochschule Emden/Leer
Hochschule Emden/Leer, Wissenstransfer
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