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08. 08. 2023
Verfasst von: Astrid Nieße, Stephan Ferenz, Oliver Werth

Datenaustausch im Zuge der Energiewende vereinfachen

Eine Person beobachtet auf einem großen Monitor Daten zu Windkraftanlagen, eine globale Übersichtskarte sowie mathematische Modelle. © IStock, 1402648425
Über die nationale Dateninfrastruktur NFDI4Energy und neue Services können Akteure große Mengen verschiedenster Forschungsdaten aus dem Energiesektor besser und effizienter nutzen.

Forschungsdaten entstehen im Energiesektor in verschiedenster Form und in großen Mengen – von Wetterdaten über prognostizierte Parameter technischer Anlagen und Infrastrukturen bis hin zu Softwaresystemen. Um diese Daten besser zugänglich zu machen, Standards zu setzen und die Akteure weiter zu vernetzen, hat ein interdisziplinäres Team aus ganz Deutschland eine nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufgebaut.

Neue Services für Datennutzung, höhere Transparenz

Energiewende und die zunehmende Kopplung der Energie-, Wärme- und Mobilitätssektoren stellen sowohl Forschung als auch Praxis vor große Herausforderungen: Digitalisierungsprozesse hin zu cyber-physischen Energiesystemen (CPES) erleichtern den Wandel in vielerlei Hinsicht. Sie wirken sich gleichermaßen auf technische, betriebswirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Prozesse aus. Die Erforschung und die Umsetzung verschiedener Energiesysteme stützen sich in hohem Maße auf modell- und datengetriebene Ansätze. Aber wie kann man all diese Daten nutzbar machen, effizient einsetzen und die Ergebnisse transparent und allgemein verständlich veröffentlichen?

Daten transparent und sicher weiter nutzen

Unter Federführung der Universität Oldenburg arbeitet ein interdisziplinäres Team im Forschungsprojekt NFDI4Energy daran, den Akteuren im Energiesektor mit dem Aufbau von Services zur Nutzung einer Dateninfrastruktur den Zugang und Umgang mit Daten zu erleichtern. An diesem Projekt ist unter anderem auch die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften beteiligt. Die Forschenden stellen verschiedene Services bereit: Zum einen dient eine gemeinsame Infrastruktur dem Austausch und der Auffindung von Daten, Modellen und Prozessen. Zum anderen werden unterstützende Dienste geschaffen, zum Beispiel zur Anonymisierung von Daten, so dass Unternehmen und Wissenschaft diese sicher nutzen können.

Gruppenfoto mit 28 Personen © Astrid Nieße
Auf Einladung von Projektleiterin Prof. Dr. Astrid Nieße (vorn, dritte von rechts) fand mit allen Partnern das Kick-off-Event im Februar 2023 im Schlauen Haus in Oldenburg statt.

Ergebnisse transferieren, Vernetzung fördern

Im Zentrum steht außerdem die Integration weiterer Partner, zum Beispiel mittelständische Unternehmen. Zusätzlich wird der Transfer der Ergebnisse in die Industrie und Politik sowie der Diskurs mit der Gesellschaft als Ganzes gefördert. Mit seinen Services möchte NFDI4Energy einen großen Teil relevanter Arbeitsabläufe unterstützen – vom Austausch von Daten zwischen Forschung und Wirtschaft bis zur Einbindung in Forschungssoftware. Die Dateninfrastruktur lebt von der Partizipation ihrer Teilnehmer: NFDI4Energy ist daher an einer engen Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Nutzung der Infrastruktur sowie an einem kontinuierlichen Austausch interessiert.

 

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz
Zitation: Nieße, A., Ferenz, S., & Werth, O. (2023). Datenaustausch im Zuge der Energiewende vereinfachen. Wissen hoch N. https://doi.org/10.60479/QGWE-QW04
Prof. Dr.-Ing. Astrid Nieße
Adresse
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr.-Ing. Astrid Nieße
Adresse
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Referat Forschung und Transfer
Adresse
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Referat Forschung und Transfer
Adresse
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg

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