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12. 12. 2023
Verfasst von: Caroline Schmidt

Bildung für gesunden Boden

Zwei Sprösslinge wachsen aus lockerem Boden. © Cara Shelton, Pixabay (3424708)
Gesunder Boden ist unverzichtbar für die Nahrungsmittelversorgung, den Erhalt der Biodiversität und die Klimaentwicklung. Neue Lernmodule und Weiterbildungsprogramme zeigen Potenziale auf, die Bodengesundheit zu erhalten.

Was wissen wir über den Boden, auf dem wir leben? Meistens nicht viel. Sehen wir braune Krumen oder Schotter? Üppige Pflanzen oder verdorrte Stängel? Matsch, staubige Erde oder versiegelte Flächen? Ein Forschungsteam der Universität Vechta will das Bewusstsein für die Bedeutung des Bodens und seine Funktionen schärfen und entwickelt in einem europäischen Kooperationsprojekt Bildungsangebote und Lernmaterialien.

Bodengesundheit erhalten und wiederherstellen

Böden kommt eine zentrale Bedeutung bei den aktuellen Herausforderungen für die planetare Zukunft zu. Sie sind bedeutender Kohlenstoffspeicher und somit hochrelevant für die Klimaentwicklung, unverzichtbar für den Erhalt der Biodiversität und Versorgungsgrundlage für die wachsende Weltbevölkerung. Diese Funktionen sind jedoch in Folge von Bodenerosion, -verdichtung oder -degradierung zunehmend eingeschränkt. Das im Programm Horizon Europe geförderte Projekt LOESS (Literacy boost through an Operational Educational Ecosystem of Societal actors on Soil Health) zielt darauf ab, für die Risiken und Gefährdungen der Bodengesundheit zu sensibilisieren. Außerdem wollen die Projektpartner Möglichkeiten und Potenziale aufzeigen, die Bodengesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.

Bedarfsanalyse für verschiedene Zielgruppen

Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung von Bildungsangeboten und Weiterbildungsprogrammen sowie Aktivitäten zur Kompetenzentwicklung für verschiedene Zielgruppen im Bereich der bodenbezogenen Bildung. Auf einer Bedarfsanalyse basierend, richten sich die insgesamt 20 Partnereinrichtungen in 16 europäischen Ländern mit den neuen Lernmodulen und Materialien an Schulen, Hochschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen und die breite Öffentlichkeit. Die Module und Materialien werden für digitalen und Präsenzunterricht konzipiert, erprobt, evaluiert und zugänglich gemacht. Während dieser Prozesse vernetzen sich die Akteure aus verschiedenen Fach- und Praxisbereichen und arbeiten zusammen in Communities of Practice (CoP). Außerdem kooperieren die Konsortialpartner mit weiteren Institutionen und Bildungsträgern, um auch strukturell eine zeitgemäße Bildung zum Thema Boden zu fördern und anzubieten.

Standorte der Konsortialpartner auf einer Europakarte © https://loess-project.eu
Die 20 europäischen Partnereinrichtungen arbeiten mit lokalen Institutionen zusammen, um eine zeitgemäße Bildung zum Thema Boden zu fördern.

Das Team der Professur für Didaktik der Geographie und das Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta konzentriert sich hierbei vor allem auf Lernangebote für Schüler und Schülerinnen. Der Science-Shop Vechta/Cloppenburg ist mit der Koordination und Einbindung von Expertinnen und Experten am Standort betraut. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Leif Mönter und Dr.in Hannah Lathan von der Didaktik der Geographie sowie Dr. Daniel Ludwig vom Science-Shop.

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

 

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz
Zitation: Schmidt, C. (2023). Bildung für gesunden Boden. Wissen hoch N. https://doi.org/10.60479/MM4Q-VD22
Caroline Schmidt, M.A.
Adresse
Universität Vechta
Didaktik der Geographie
Caroline Schmidt, M.A.
Adresse
Universität Vechta
Didaktik der Geographie
Dipl.-Päd. Alexandra Reith
Adresse
Science-Shop Vechta/Cloppenburg
Dipl.-Päd. Alexandra Reith
Adresse
Science-Shop Vechta/Cloppenburg
Universität Vechta, Referat Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer
Universität Vechta, Referat Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer

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