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05. 09. 2022
Verfasst von: Kirsten Wegner

Assistenzsysteme unterstützen Kommissionierung

Eine Frau mit Datenbrille sortiert Spielzeugautos. © Ostfalia Hochschule
Ein digitales Assistenzsystem beschleunigt die Kommissionierung. Mithilfe einer Datenbrille wird die Mitarbeiterin durch den Prozess geleitet.

Logistische Prozesse wie die Kommissionierung sind häufig personal- und kostenintensiv. Aus diesem Grund entwickelt die Ostfalia Hochschule ein digitales, ergonomisches Assistenzsystem für Lagerprozesse. Kooperationspartner aus dem Mittelstand testen verschiedene Systeme im hochschuleigenen Logistiklabor und ermitteln Möglichkeiten der Anpassung.

Logistikprozesse beschleunigen, Ergonomie fördern

Kommissionier-Prozesse, bei denen die notwendigen Materialien für die Fertigung zusammengestellt werden, gestalten sich in den meisten Unternehmen aufgrund des hohen Zeit- und Personalbedarfs sehr kostenintensiv. Vor diesem Hintergrund und angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels gewinnt der Einsatz adäquater Assistenzsysteme daher zunehmend an Bedeutung. Ziel des von der EU geförderten Forschungsprojektes DigAssLa ist die „Entwicklung eines digitalen Assistenzsystems für Lagerprozesse in KMU im ländlichen Raum“. Projektleiterin Prof. Dr. Kirsten Wegner von der Fakultät Handel und Soziale Arbeit am Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule entwickelt gemeinsam mit ihrem wissenschaftlichen Team einen entsprechenden Prototyp, der sich in einen ergonomischen Arbeitsplatz integrieren lässt.

Testläufe im hochschuleigenen Logistiklabor

Dieses Assistenzsystem soll einen ausgewählten Lagerprozess, zum Beispiel den Vorgang der Kommissionierung, in der digitalen Abwicklung unterstützen. Im hochschuleigenen Logistiklabor führen kooperierende mittelständische Unternehmen der Region Testläufe mit verschiedenen digitalen Assistenzsystemen durch. Sie prüfen diese hinsichtlich ihrer Eignung zur Kommissionierung ihrer eigenen Produkte und identifizieren Anpassungsbedarfe. Zur Verfügung stehen neben einem Handscanner, einer Datenbrille und einer Pick-by-Light-Anlage auch zwei kamerabasierte Systeme. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Systems, das zum einen die Durchlaufzeiten in der Kommissionierung senkt und fehlerfreie Abläufe zur Qualitätssicherung gewährleistet und zum anderen ein ergonomisches Arbeiten ermöglicht.

Junge Frauen und Männer beobachten Kisten auf einem Transportband und machen sich Notizen. © Ostfalia Hochschule
Studierende der Ostfalia Hochschule überprüfen im Logistiklabor Lagerprozesse.

Wissen anwenden und vertiefen

Neben den digitalen Assistenzsystemen steht im Labor eine Simulationsanlage zur Verfügung, die intralogistische Prozesse im Miniaturformat veranschaulicht. Über die praxisbezogenen Feldversuche hinaus bietet das Logistiklabor den Studierenden des Bachelor-Studiengangs Handel und Logistik die Möglichkeit, ihr theoretisch erworbenes Wissen anzuwenden und zu vertiefen.

 

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz.

 

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Hier finden Sie weitere Informationen:

Prof. Dr. Kirsten Wegner
Adresse
Ostfalia Hochschule, Standort Suderburg
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
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Ostfalia Hochschule, Wissens- & Technologietransfer
Adresse
Salzdahlumer Str. 46/48
38302 Wolfenbüttel
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