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12. 10. 2021
Verfasst von: Lucas Hüer, Hans-Jürgen Pfisterer

CO₂-Kompass für emissionsarme Stromnutzung

Eine Frau steckt das Ladekabel in ihr Elektroauto in der Garage © IStock
Elektromobilität gilt als emissionsarm, wenn der regenerative Anteil der Stromgewinnung besonders hoch ist. Der CO₂-Kompass hilft beim zeitlichen Lademanagement.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten Strom nutzen, wenn der regenerative Anteil der Stromgewinnung besonders hoch ist. Damit werden CO₂-Emissionen verringert. Der CO₂-Kompass der Hochschule Osnabrück unterstützt Stromkunden beim Zeitmanagement des Energieverbrauchs: Er trägt in mehrfacher Hinsicht positiv zu einer digitalisierten, nachhaltigen und kundenzentrierten Energieversorgung bei.

Strommix berechnen und Emissionen prognostizieren

Elektrische Geräte sollten zu jenen Zeitpunkten eingesetzt werden, an denen der regenerative Anteil der Stromgewinnung besonders hoch ist. So können die Vorteile erneuerbarer Energien zukünftig stärker genutzt sowie CO2-Emissionen und Erzeugungskosten minimiert werden. Hierfür haben Forschende der Hochschule Osnabrück den CO2-Kompass entwickelt. Das kundenzentrierte Leistungsbündel, bestehend aus Software, Dienstleistung und Produktkomponenten, berechnet die Zusammensetzung des deutschen Strommix und erstellt Emissionsprognosen. Der CO2-Kompass ermöglicht emissionsbasierte Verbrauchsentscheidungen, indem er die Nutzung von Haushaltsgeräten und energieintensiver Hardware zeitlich steuert. Zum Beispiel verfügt er über eine eingebaute Schnittstelle zu einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge.

Zeitliches Lademanagement für Elektroautos

Elektromobilität kann nur als emissionsarm gelten, wenn auch CO2-neutraler Ladestrom physikalisch in unmittelbarem Zeitbezug geliefert wird und die Klimaneutralität nicht nur auf einem virtuellen Bilanzausgleich durch Emissionszertifikate beruht. Der CO2-Kompass ist in ein intelligentes Lademanagementsystem integriert, um eine solche tatsächlich reduzierte Klimabelastung zu gewährleisten. Fahrzeugbatterien können somit zu den Zeiten geladen werden, wenn der Strommix möglichst emissionsfrei ist. Zukünftig ist auch die Verbindung mit bidirektionalen Ladesäulen denkbar, wobei Fahrzeuge als mobile Stromspeicher dienen.

Die Grafik zeigt Systemkomponenten. © Hochschule Osnabrück
Der CO₂-Kompass analysiert Daten, berechnet die Zusammensetzung des deutschen Strommix und erstellt Emissionsprognosen.
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