Themen
Einzelansicht

28. 07. 2022
Verfasst von: Marvin Auf der Landwehr

Produktionslogistik als Welt in Würfeln

Ein Warenlager mit Regalen, Gabelstapler und Personen ist ver-pixelt und mit Gitternetzen dargestellt. © Jake Nebov, Unsplash / fuchsundhase
Mittels 5G-Positionierungssystem lassen sich sowohl reale als auch fiktionale Objekte, Maschinen und Personen virtuell im dreidimensionalen Raum abbilden. Das optimiert Planung und Produktion.

Lange Durchlaufzeiten, Störungen im Materialfluss, hohe Lagerbestände – das sind einige der Probleme, mit denen sich produzierende Unternehmen heute konfrontiert sehen. Durch die virtuelle Erfassung und Analyse in Echtzeit können produktionslogistische Systeme nachhaltig optimiert werden. An einer solchen virtuellen Lösung forscht "das hub" der Hochschule Hannover im Rahmen des Verbundprojektes 5GAPS.

Planungsprozesse verbessern, Prozessfehler vermeiden

Produzierende Unternehmen stehen vor großen Veränderungen. Mehr und mehr Produktionsabläufe werden automatisiert; interne und externe Akteure vernetzen sich stärker, sodass Arbeitsabläufe zunehmend miteinander verschmelzen. Der Trend zur Individualisierung von Produkten führt zu stark sinkenden Losgrößen und aufwändigeren Produktionsprozessen. Wie Produktionsabläufe trotz gestiegener Anforderungen und Systemkomplexitäten optimiert und gesichert werden können, will das hub der Hochschule Hannover (data analytics and simulation hub for production, logistics and mobility) im Verbundvorhaben 5GAPS demonstrieren. Die Forschenden setzen ein digitales 5G-Positionierungssystem im produktionslogistischen Umfeld ein, um Planungsprozesse zu verbessern und operative Prozessfehler zu vermeiden.

Digitaler Zwilling erfasst Objekte in Echtzeit

Ziel des Gesamtprojektes ist es, ein Konzept für den Einsatz von 5G-Technologien für eine intelligente und dynamische Flächenverwaltung zu erarbeiten. Das Modell entspricht einem dreidimensionalen Würfel, der unter Echtzeitbedingungen aktualisiert wird. Dieser digitale Zwilling erfasst Gegenstände, Fahrzeuge, Maschinen und Personen im dreidimensionalen Raum. Damit unterstützt er produzierende Unternehmen beispielsweise bei der Planung und Zuweisung von Ressourcen oder bei der autonomen Hinderniserkennung. Hierbei arbeiten die Landeshauptstadt Hannover, die Deutsche Messe AG, Kühne & Nagel, Volkswagen Nutzfahrzeuge, die Hochschule Hannover, mehrere Institute der Leibniz Universität Hannover und weitere Partner eng zusammen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Flexibel bei Datenerfassung und Anwendung

Im technischen Ansatz bestimmt ein global definiertes, skalierbares Koordinatensystem die tatsächlichen Positionen und Zustände von Objekten und verbessert damit die adaptive Raum- und Flächennutzung maßgeblich. Der wesentliche Vorteil des dynamischen digitalen Zwillings gegenüber anderen Systemen ist seine Flexibilität in Bezug auf Datenerfassung und Anwendungsraum. Weiterhin ermöglicht die 5G-Technologie ultrakurze Latenzzeiten und unterstützt Echtzeitanwendungen.

 

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz.

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph von Viebahn
Adresse
Hochschule Hannover
das hub, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik
Prof. Dr. Christoph von Viebahn
Adresse
Hochschule Hannover
das hub, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik
Prof. Dr. Volker Ahlers
Adresse
Hochschule Hannover
das hub, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik
Prof. Dr. Volker Ahlers
Adresse
Hochschule Hannover
das hub, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik
Hochschule Hannover, Wissens- und Technologietransfer
Adresse
Expo Plaza 3
30539 Hannover
Hochschule Hannover, Wissens- und Technologietransfer
Adresse
Expo Plaza 3
30539 Hannover