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20. 07. 2022
Verfasst von: Kirsten Wegner

Digitalisierungs-Leitfaden für Logistikprozesse

Ein Scanhandschuh auf dem Handrücken scannt Kisten auf einem Transportband. © Ostfalia Hochschule
Intelligente Geräte können Logistikprozesse verbessern. Der Scanhandschuh zum Beispiel ermöglicht das handfreie Scannen. Ein neues Analyseinstrument soll Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen.

Intelligente Behälter, Ladungsträger, Smart Devices und autonome Transportfahrzeuge haben die interne Materialversorgung revolutioniert. Doch die Vernetzung und Digitalisierung stellt besonders mittelständische Unternehmen vor besondere Schwierigkeiten. Mit einem Analyseinstrument und einem Leitfaden wollen die Ostfalie Hochschule und die Leuphana Universität die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen stärken.

Konkrete Handlungsempfehlungen für den Mittelstand

Mittlerweile hat die vierte industrielle Revolution in vielen produzierenden Unternehmen Einzug gehalten. Menschen, Maschinen und Produkte sind direkt miteinander vernetzt. Sie tauschen fortlaufend Informationen aus und können dadurch logistische Prozesse eigenständig steuern und optimieren. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ergeben sich allerdings aufgrund ihrer spezifischen Besonderheiten Schwierigkeiten, die digitale Transformation ihrer Prozesse voranzutreiben – häufig mangelt es an finanziellen Möglichkeiten, digitalem Know-how und zeitlichen Ressourcen. An dieser Stelle setzt das von der EU geförderte Forschungsprojekt „Digitalisierung von logistischen Prozessen in KMU im ländlichen Raum“ (DiloPro) an.

Speziell auf Bedürfnisse von KMU abgestimmt

Das wissenschaftliche Team um Prof. Dr. Kirsten Wegner von der Fakultät Handel und Soziale Arbeit am Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule entwickelt ein speziell auf die Bedürfnisse von KMU im ländlichen Raum abgestimmtes Analyse-Tool. Mit Hilfe dieses Analyseinstruments lässt sich der Ist-Zustand des Digitalisierungsgrades von logistischen Prozessen erfassen. Auf Grundlage dieser Analyse lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen bis hin zu übergreifenden Strategien ableiten, die die Position des Mittelstandes in strukturschwachen Regionen vor dem Hintergrund des digitalen Wandels langfristig stärkt.

Ein Handscanner und eine Steuerungsbox stehen vor einem Warenlager. © Ostfalia Hochschule
Auch Handscanner helfen dabei, logistische Prozesse zu vernetzen, zu steuern und zu optimieren.

Praxisrelevante Lösungen interdisziplinär erarbeiten

Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens „Digital Entrepreneurship“ (DigEn) mit der Leuphana Universität Lüneburg und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen gefördert. Am Beispiel konkreter Fälle von diversen Unternehmenstypen (Digital Entrepreneurship Cases) werden praxisrelevante Lösungsansätze in fünf Themenschwerpunkten interdisziplinär erarbeitet: Digitalisierungsstrategien und Geschäftsmodelle, Agile Arbeitsweisen und Digitale Plattformen, Pricing, komplexe Daten in digitalen Geschäftsmodellen sowie digitale Technologien. Damit trägt das Projekt zur Steigerung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen in der Übergangsregion Lüneburg gezielt bei.

 

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text steht unter der CC BY 3.0 DE-Lizenz.

 

Gefördert durch:

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Prof. Dr. Kirsten Wegner
Adresse
Fakultät Handel und Soziale Arbeit
Ostfalia Hochschule, Standort Suderburg
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Ostfalia Hochschule, Wissens- & Technologietransfer
Adresse
Salzdahlumer Str. 46/48
38302 Wolfenbüttel
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